Musik des Jahres 2012.

Dieses Jahr fällt es mir gar nicht leicht, ein bestes "Dies" oder "Das" zu küren. Nicht, weil 2012 musikalisch wenig zu bieten hatte - eigentlich war es: Zu viel gute Musik in zu wenig Kategorien.


Die Überraschung des Jahres

Woodkid live erleben.



Obwohl ich mich bereits letztes Jahr in den Titel "Iron" verliebt habe, bin ich gänzlich erwartungsfrei zu diesem Konzert gegangen (leider ohne Streicher, aber mit erstaunlich großer Besetzung auf der Bühne). Ich weiß immer noch nicht, wo man diese Musik einsortieren soll, ich weiß nur dass ich ebenso restlos begeistert war wie die anderen Anwesenden des ausverkauften Saales. Meine dringende Empfehlung für jeden musikbegeisterten Menschen: Unbedingt live erleben!


Kombination (Album und Konzert) des Jahres

"Independence" von Kosheen




Endlich war es soweit: Nachschub von meiner Lieblings-Tanzmusik-Kombo. Das Album ist toll (Punkt). Es wirkt wie 10 Jahre Dancefloor in die Moulinette geschmissen, einmal kräftig durchgemixt und mit Leidenschaft dem Tanzvolk vor die Füße geknallt. Gekrönt wurde dieses überraschende Werk durch eine schnörkellose Zwei-Stunden-Dauergänsehaut-Performance im Lido Berlin. Ich geb ja zu - bei Kosheen bin ich latent kritikbefreit, aber wer Sian Evans je live gehört hat weiß, dass man auch bei treibenden Beats Gänsehaut und Tränen in den Augen bekommen kann. Mal ganz davon abgesehen das der Drummer, den die diesmal dabei hatten ebenso unbeschreiblich war.


Album des Jahres

"Coexist" von The XX




Den ersten Hype um diese bemerkenswerte Band hab ich komplett ignoriert. Mit dem Debütalbum konnte ich auch nicht so viel anfangen. Dieses minimalistische Meisterwerk verdient jedoch das Prädikat "besonders Empfehlenswert" und ist neben der bereits erwähnten Scheibe von Kosheen mein Album des Jahres.


Das Debüt des Jahres

"Patholics" von Patholics




Fern ab des Mainstreams erschien zum Jahresende dieses Stilübergreifende Juwel. Selten hat mich Musik bereits beim anspielen so gepackt - um dann beim ersten aufmerksamen hören seinen Zauber voll zu entfalten. Wunderbare Texte - zuweilen unperfekt, teils etwas pathetisch, aber immer gefühlvoll vorgetragen, treffen auf perfekt arrangierte Klangwelten, die man da so gar nicht erwartet. Einfach reinhören!


Plattenaufleger des Jahres

Alle Farben




Ich weiß gar nicht, wie oft ich seine Mixe dieses Jahr gehört habe - und wie viel Schönes und Neues ich darin entdeckte.


Etwas von dem, was mir sonst noch besonders gut gefiel könnt Ihr in dieser Playlist hören:





Video des Jahres

"The Light From One" von Ane Brun




In Ermangelung eines Videos aus 2012 was mich wirklich umgehauen hat, sei an dieser Stelle diese Grandiose Live-Performance aus Oktober 2011 erwähnt.