Olaf Brandmeyer

So wie es war.

Musik

Musik des Jahres 2011

Das Jahr 2011 war musikalisch recht durchwachsen... folgendes ist mir jedoch besonders in Erinnerung geblieben:


Mein Album des Jahres:
Rome / Die Ästhetik der Herschafftsfreiheit


Was heißt hier Album - eine Trilogie - und was für eine.
Ohne Übertreibung darf man es als Meisterwerk bezeichnen!
Danke Jerome Reuter.


Mein Lied des Jahres:
Agnes Obel / Riverside (Lulu Rouge Remix)


Das Original ist auch toll, wie auch das ganze Album „Philharmonics“.
Aber mit diesem Remix hat mich das Lied immer wieder aufs neue gefesselt.


Mein Musikvideo des Jahres:
Woodkid / IRON


Am besten Fullscreen und in HD gucken!!!
Ich glaube zwar kaum das mich der Künstler auch weiterhin groß interessieren wird und ich kann schon garnix mit dem Videospiel anfangen, das mit diesem Lied beworben wurde... aber die Kombination Video+Musik machen dieses für mich unangefochten zum Spitzenreiter dieses Jahr.


Musikfilm des Jahres:
Sigur Rós / INNI
Ein kleiner Ausschnitt:


Eigentlich ist das der beste Konzertfilm, den ich bisher überhaupt gesehen habe... mal sehen ob danach noch irgendwas kommt.


Meine Musikalische Entdeckung des Jahres:
Hildur Guðnadóttir
Man höre und staune - z.B. „Unveiled“ aus dem 2009er Album „Without Sinking“


Unglaublich, was eine Frau allein mit einem Cello und etwas Technik anstellen kann.


Live-performance des Jahres:
Pamela Falcon & Percival / Purple Rain

Hier geht’s zum Video (die Version auf Youtube ist nicht so doll)

Das musste ja eines Tages passieren... ich verliebe mich in einen Live-Auftritt bei einer Casting-Show...
Aber The Voice of Germany ist bisher eine höchst löbliche Ausnahme unter dieserart Shows -
und dieser Auftritt ist schlicht und ergreifend ein Meisterstück.
Auch nach dem drölfhundersten Mal hören bekomm ich noch Gänsehaut!

Comments

Musikalische Meilensteine: Wie alles begann.

Wir schreiben das Jahr 1980. Mein coolstes Kleidungsstück ist ein roter Nicki-Pulli und ich ärgerte mich höchstens darüber, das ich nicht mehr in meine Schaffell-Ledermütze mit runterklappbaren Ohrenschützern passe. Doch es ist sowieso Sommer und ich werde bald 12 Jahre alt: Also Zeit in die Welt hinauszuhören, ob es neben der Hitparade, Boney M , ABBA, Mirelle Mathieu und dem bereits seit drei Jahren verstorbenem Elvis etwas zu entdecken gibt.

Ich war dank des letzten Weihnachtsfestes stolzer Besitzer eines Stereo-Radio-Recorders und verbrachte mindestens zwei Abende die Woche damit, zum richtigen Zeitpunkt auf die orangene Aufnahmetaste zu drücken.

Irgendwann im Sommer 1980 landete dann dann ein Musiktitel auf einer frischen Kassette, der mich für immer prägen sollte. Dabei konnte ich zur damaligen Zeit weder mit dem Begriff „Post-Punk“ noch mit dem frühen Tod von Ian Curtis etwas anfangen.

Mein allererster und allerältester, ganz persönlicher Evergreen! Das wohl bekannteste Lied einer Band, die bis heute unzählige Musiker beeinflusst hat und auf den wunderbaren (wenn auch umstrittenen) Namen „Joy Division“ hört. „Love will tear us apart“ versetzt mich seit nunmehr 30 Jahren in pures verzücken - und die Erinnerungsstürme die es bei jedem Hören auslöst werden von Jahr zu Jahr nur größer und heftiger.


Joy Division - Love Will Tear Us Apart von hushhush112
Comments