So wie es war.
Musik des Jahres 2012.
So. 30. Dezember 2012 - Abgelegt in: Musik
Dieses Jahr fällt es mir gar nicht leicht, ein bestes "Dies" oder "Das" zu küren. Nicht, weil 2012 musikalisch wenig zu bieten hatte - eigentlich war es: Zu viel gute Musik in zu wenig Kategorien.
Die Überraschung des Jahres
Obwohl ich mich bereits letztes Jahr in den Titel "Iron" verliebt habe, bin ich gänzlich erwartungsfrei zu diesem Konzert gegangen (leider ohne Streicher, aber mit erstaunlich großer Besetzung auf der Bühne). Ich weiß immer noch nicht, wo man diese Musik einsortieren soll, ich weiß nur dass ich ebenso restlos begeistert war wie die anderen Anwesenden des ausverkauften Saales. Meine dringende Empfehlung für jeden musikbegeisterten Menschen: Unbedingt live erleben!
Kombination (Album und Konzert) des Jahres
Endlich war es soweit: Nachschub von meiner Lieblings-Tanzmusik-Kombo. Das Album ist toll (Punkt). Es wirkt wie 10 Jahre Dancefloor in die Moulinette geschmissen, einmal kräftig durchgemixt und mit Leidenschaft dem Tanzvolk vor die Füße geknallt. Gekrönt wurde dieses überraschende Werk durch eine schnörkellose Zwei-Stunden-Dauergänsehaut-Performance im Lido Berlin. Ich geb ja zu - bei Kosheen bin ich latent kritikbefreit, aber wer Sian Evans je live gehört hat weiß, dass man auch bei treibenden Beats Gänsehaut und Tränen in den Augen bekommen kann. Mal ganz davon abgesehen das der Drummer, den die diesmal dabei hatten ebenso unbeschreiblich war.
Album des Jahres
Den ersten Hype um diese bemerkenswerte Band hab ich komplett ignoriert. Mit dem Debütalbum konnte ich auch nicht so viel anfangen. Dieses minimalistische Meisterwerk verdient jedoch das Prädikat "besonders Empfehlenswert" und ist neben der bereits erwähnten Scheibe von Kosheen mein Album des Jahres.
Das Debüt des Jahres
Fern ab des Mainstreams erschien zum Jahresende dieses Stilübergreifende Juwel. Selten hat mich Musik bereits beim anspielen so gepackt - um dann beim ersten aufmerksamen hören seinen Zauber voll zu entfalten. Wunderbare Texte - zuweilen unperfekt, teils etwas pathetisch, aber immer gefühlvoll vorgetragen, treffen auf perfekt arrangierte Klangwelten, die man da so gar nicht erwartet. Einfach reinhören!
Plattenaufleger des Jahres
Ich weiß gar nicht, wie oft ich seine Mixe dieses Jahr gehört habe - und wie viel Schönes und Neues ich darin entdeckte.
Etwas von dem, was mir sonst noch besonders gut gefiel könnt Ihr in dieser Playlist hören:
Video des Jahres
In Ermangelung eines Videos aus 2012 was mich wirklich umgehauen hat, sei an dieser Stelle diese Grandiose Live-Performance aus Oktober 2011 erwähnt.
Die Überraschung des Jahres
Woodkid live erleben.
Obwohl ich mich bereits letztes Jahr in den Titel "Iron" verliebt habe, bin ich gänzlich erwartungsfrei zu diesem Konzert gegangen (leider ohne Streicher, aber mit erstaunlich großer Besetzung auf der Bühne). Ich weiß immer noch nicht, wo man diese Musik einsortieren soll, ich weiß nur dass ich ebenso restlos begeistert war wie die anderen Anwesenden des ausverkauften Saales. Meine dringende Empfehlung für jeden musikbegeisterten Menschen: Unbedingt live erleben!
Kombination (Album und Konzert) des Jahres
"Independence" von Kosheen
Endlich war es soweit: Nachschub von meiner Lieblings-Tanzmusik-Kombo. Das Album ist toll (Punkt). Es wirkt wie 10 Jahre Dancefloor in die Moulinette geschmissen, einmal kräftig durchgemixt und mit Leidenschaft dem Tanzvolk vor die Füße geknallt. Gekrönt wurde dieses überraschende Werk durch eine schnörkellose Zwei-Stunden-Dauergänsehaut-Performance im Lido Berlin. Ich geb ja zu - bei Kosheen bin ich latent kritikbefreit, aber wer Sian Evans je live gehört hat weiß, dass man auch bei treibenden Beats Gänsehaut und Tränen in den Augen bekommen kann. Mal ganz davon abgesehen das der Drummer, den die diesmal dabei hatten ebenso unbeschreiblich war.
Album des Jahres
"Coexist" von The XX
Den ersten Hype um diese bemerkenswerte Band hab ich komplett ignoriert. Mit dem Debütalbum konnte ich auch nicht so viel anfangen. Dieses minimalistische Meisterwerk verdient jedoch das Prädikat "besonders Empfehlenswert" und ist neben der bereits erwähnten Scheibe von Kosheen mein Album des Jahres.
Das Debüt des Jahres
"Patholics" von Patholics
Fern ab des Mainstreams erschien zum Jahresende dieses Stilübergreifende Juwel. Selten hat mich Musik bereits beim anspielen so gepackt - um dann beim ersten aufmerksamen hören seinen Zauber voll zu entfalten. Wunderbare Texte - zuweilen unperfekt, teils etwas pathetisch, aber immer gefühlvoll vorgetragen, treffen auf perfekt arrangierte Klangwelten, die man da so gar nicht erwartet. Einfach reinhören!
Plattenaufleger des Jahres
Alle Farben
Ich weiß gar nicht, wie oft ich seine Mixe dieses Jahr gehört habe - und wie viel Schönes und Neues ich darin entdeckte.
Etwas von dem, was mir sonst noch besonders gut gefiel könnt Ihr in dieser Playlist hören:
Video des Jahres
"The Light From One" von Ane Brun
In Ermangelung eines Videos aus 2012 was mich wirklich umgehauen hat, sei an dieser Stelle diese Grandiose Live-Performance aus Oktober 2011 erwähnt.
Ist Kreativität überhaupt gefragt?
Fr. 28. Dezember 2012 - Abgelegt in: Werbewahnsinn
Früher oder später gerät jeder "Kreative" an den Punkt, sein eigenes Schaffen zu hinterfragen. Das ist ein guter und wichtiger Fakt, um sein eigenes Werk zu bewerten. Doch betrachtet man das Ganze einmal mit etwas Abstand, ergibt sich plötzlich ein ganz anderes, zuweilen höchst paradoxes Bild.
Egal welche Branche oder welche Disziplin man betrachtet - überall wird nach Neuem, Schönerem und Besserem gegiert. Man sucht scheinbar das Unbekannte, die Überraschung. Doch wie viele von diesen Überraschungen überleben tatsächlich? Was hält Einzug in unser Leben? Und was machen die eigentlich, die solche Überraschungen produzieren sollen?
Abgesehen von wenigen Revolutionen, wie der Marktreife eines Westentaschencomputers, auf dessen Bildschirm man mit den Fingern rumklimpern kann, passiert im Grunde nicht viel. Und das merkt jeder, der etwas erschaffen will:
- Der Photograph, der zum siebenhundertzwanzigsten Mal genau so ein Bild, wie das damals aufm Titel machen soll - aber bitte dabei aus der Mitte-Fünfzig-Jährigen einen griffigen Teenager retuschieren.
- Der Musiker, von dessen Komposition dank der "Markt-Weitsicht" des Labels allenfalls drei Töne übrig bleiben.
- Der Programmierer, dessen neues superschlankes Tool durch die Wünsche der Kundschaft bis zur Unendlichkeit aufgeblasen wird.
- Der Layouter, der ein umwerfend neues Konzept entwickeln soll, das dann durch die Auftraggeber so lange verbessert wird, bis es genau so aussieht, wie zur Erfindung des Desktop-Publishings.
- Der Graphiker, der endlich mal ein zeitgemäß schlichtes Logo präsentiert und nach langer Korrekturphase alle Farben des Regenbogens verbaut hat...
- Bleibt vielleicht noch die Kunst!? Ja, da kann man sich austoben, wie einem die Gehirnwindungen gewachsen sind. Wären nicht die Galerien und Händler... momentan ist doch gerade dieser Trend gefragt! Könnten sie nicht einfach malen, statt Skulpturen drechseln!?
Deswegen fahren wir auch am liebsten Golf in der achten Generation. Wobei... die erste war wirklich etwas revolutionär Neues... bis die Verbesserungen kamen... und der Wunsch, es jedem recht zu machen.
Egal welche Branche oder welche Disziplin man betrachtet - überall wird nach Neuem, Schönerem und Besserem gegiert. Man sucht scheinbar das Unbekannte, die Überraschung. Doch wie viele von diesen Überraschungen überleben tatsächlich? Was hält Einzug in unser Leben? Und was machen die eigentlich, die solche Überraschungen produzieren sollen?
Abgesehen von wenigen Revolutionen, wie der Marktreife eines Westentaschencomputers, auf dessen Bildschirm man mit den Fingern rumklimpern kann, passiert im Grunde nicht viel. Und das merkt jeder, der etwas erschaffen will:
- Der Photograph, der zum siebenhundertzwanzigsten Mal genau so ein Bild, wie das damals aufm Titel machen soll - aber bitte dabei aus der Mitte-Fünfzig-Jährigen einen griffigen Teenager retuschieren.
- Der Musiker, von dessen Komposition dank der "Markt-Weitsicht" des Labels allenfalls drei Töne übrig bleiben.
- Der Programmierer, dessen neues superschlankes Tool durch die Wünsche der Kundschaft bis zur Unendlichkeit aufgeblasen wird.
- Der Layouter, der ein umwerfend neues Konzept entwickeln soll, das dann durch die Auftraggeber so lange verbessert wird, bis es genau so aussieht, wie zur Erfindung des Desktop-Publishings.
- Der Graphiker, der endlich mal ein zeitgemäß schlichtes Logo präsentiert und nach langer Korrekturphase alle Farben des Regenbogens verbaut hat...
- Bleibt vielleicht noch die Kunst!? Ja, da kann man sich austoben, wie einem die Gehirnwindungen gewachsen sind. Wären nicht die Galerien und Händler... momentan ist doch gerade dieser Trend gefragt! Könnten sie nicht einfach malen, statt Skulpturen drechseln!?
Deswegen fahren wir auch am liebsten Golf in der achten Generation. Wobei... die erste war wirklich etwas revolutionär Neues... bis die Verbesserungen kamen... und der Wunsch, es jedem recht zu machen.
Winterputz...
Di. 18. Dezember 2012 - Abgelegt in: Website
Wird Zeit, das ich endlich mal meine Website überarbeite und wieder in Schwung bringe...
Da mir das jedoch ausgerechnet dann einfällt, wann ich sowieso keine Zeit habe gibt’s hier vorm Jahresende zumindest erstmal nur ein Redesign. Die Photos nehme ich bis auf Weiteres offline - da muss ich mir noch Gedanken zu machen, wie ich das in Zukunft gestalte.
Da mir das jedoch ausgerechnet dann einfällt, wann ich sowieso keine Zeit habe gibt’s hier vorm Jahresende zumindest erstmal nur ein Redesign. Die Photos nehme ich bis auf Weiteres offline - da muss ich mir noch Gedanken zu machen, wie ich das in Zukunft gestalte.
Einmal Chicken mit Salz bitte!
Do. 26. April 2012 - Abgelegt in: Lebenswahnsinn
Selbst zu kochen - also nicht nur was essbares zubereiten - ist für mich immer noch eine relativ neue "Innovation" und das, was dabei herauskommt genügt sicher keinen Gourmet-Ansprüchen. Es ist simpel, und weil ich es von zu Hause nicht anders kenne, extrem Salzarm.
Vielleicht trieb mich ein verborgener Heißhunger auf Salz heute, nach langer Zeit, mal wieder in die Hallen einer weltbekannten Burger-Bratanstalt mit dem verheißungsvollen "King" im Namen.
Einmal Chicken-Irgendwas-Menue mit Kaltgetränk und Mayo bitte: 6,99 € - so wirklich "billig" is das ja garnicht - aber egal, früher hat mir dieses Zeugs ja auch gemundet. Die Pommes... und oh Wunder, die sonst gerne mal versalzenen Kartoffelstäbchen waren essbar und fielen garnicht so unangenehm auf. Doch bevor mir gleich der Burger ob meiner ethischen Bedenken im Halse stecken bleibt: Hinein damit. Schluck. Ähm, ja?
Weit mehr als irgendwelche Gedanken an Massengeflügelzucht wurden mir spontan meine Geschmacksknospen von den modernen Kochkünsten der Einheitsbräterei verbogen. Das künstliche Grillaroma lässt sich ja schon nicht wegignorieren, aber warum in Dreiteufels Namen packen die da so viel Salz drauf, dass es selbst einem, der auf der Suche nach genau einem solchen Erlebnis ist, spontan die Lippen aufspringen lässt?
Naja - vielleicht, damit man die Limonade anschließend voller Gier hinunterspült? Wenn es denn helfen würde. Einen halben Liter Zuckerwasser später hab ich immer noch einen Geschmack im Mund, als würde ich mit Wasser aus dem Toten Meer gurgeln.
In einem Punkt war dieser Ausflug zumindest gelungen: So schnell wird mich kein Heißhunger mehr auf Salz oder gar nach einem Nahrungsmittelimitat einer Fastfoodkette überkommen. Für die nächsten Stunden bleibt das flaue Gefühl in der Magengend und die hoffentlich beständige Einsicht, dass ich dort nicht mehr hingehöre.
Vielleicht trieb mich ein verborgener Heißhunger auf Salz heute, nach langer Zeit, mal wieder in die Hallen einer weltbekannten Burger-Bratanstalt mit dem verheißungsvollen "King" im Namen.
Einmal Chicken-Irgendwas-Menue mit Kaltgetränk und Mayo bitte: 6,99 € - so wirklich "billig" is das ja garnicht - aber egal, früher hat mir dieses Zeugs ja auch gemundet. Die Pommes... und oh Wunder, die sonst gerne mal versalzenen Kartoffelstäbchen waren essbar und fielen garnicht so unangenehm auf. Doch bevor mir gleich der Burger ob meiner ethischen Bedenken im Halse stecken bleibt: Hinein damit. Schluck. Ähm, ja?
Weit mehr als irgendwelche Gedanken an Massengeflügelzucht wurden mir spontan meine Geschmacksknospen von den modernen Kochkünsten der Einheitsbräterei verbogen. Das künstliche Grillaroma lässt sich ja schon nicht wegignorieren, aber warum in Dreiteufels Namen packen die da so viel Salz drauf, dass es selbst einem, der auf der Suche nach genau einem solchen Erlebnis ist, spontan die Lippen aufspringen lässt?
Naja - vielleicht, damit man die Limonade anschließend voller Gier hinunterspült? Wenn es denn helfen würde. Einen halben Liter Zuckerwasser später hab ich immer noch einen Geschmack im Mund, als würde ich mit Wasser aus dem Toten Meer gurgeln.
In einem Punkt war dieser Ausflug zumindest gelungen: So schnell wird mich kein Heißhunger mehr auf Salz oder gar nach einem Nahrungsmittelimitat einer Fastfoodkette überkommen. Für die nächsten Stunden bleibt das flaue Gefühl in der Magengend und die hoffentlich beständige Einsicht, dass ich dort nicht mehr hingehöre.
Musik des Jahres 2011.
Sa. 31. Dezember 2011 - Abgelegt in: Musik
Das Jahr 2011 war musikalisch recht durchwachsen...
folgendes ist mir jedoch besonders in Erinnerung geblieben:
Mein Album des Jahres

Was heißt hier Album - eine Trilogie - und was für eine.
Ohne Übertreibung darf man es als Meisterwerk bezeichnen!
Danke Jerome Reuter.
Mein Lied des Jahres
Hier geht’s zum Video
Das Original ist auch toll, wie auch das ganze Album „Philharmonics“.
Aber mit diesem Remix hat mich das Lied immer wieder aufs neue gefesselt.
Mein Musikvideo des Jahres
Am besten Fullscreen und in HD gucken!!!
Ich glaube zwar kaum das mich der Künstler auch weiterhin groß interessieren wird und ich kann schon garnix mit dem Videospiel anfangen, das mit diesem Lied beworben wurde... aber die Kombination Video+Musik machen dieses für mich unangefochten zum Spitzenreiter dieses Jahr.
Musikfilm des Jahres
Ein kleiner Ausschnitt:
Eigentlich ist das der beste Konzertfilm, den ich bisher überhaupt gesehen habe... mal sehen ob danach noch irgendwas kommt.
Meine Musikalische Entdeckung des Jahres
Man höre und staune - z.B. „Unveiled“ aus dem 2009er Album „Without Sinking“
Unglaublich, was eine Frau allein mit einem Cello und etwas Technik anstellen kann.
Live-performance des Jahres
Hier geht’s zum Video
Das musste ja eines Tages passieren... ich verliebe mich in einen Live-Auftritt bei einer Casting-Show...
Aber The Voice of Germany ist bisher eine höchst löbliche Ausnahme unter dieserart Shows - und dieser Auftritt ist schlicht und ergreifend ein Meisterstück. Auch nach dem drölfhundersten Mal hören bekomm ich noch Gänsehaut!
folgendes ist mir jedoch besonders in Erinnerung geblieben:
Mein Album des Jahres
Rome / Die Ästhetik der Herschafftsfreiheit

Was heißt hier Album - eine Trilogie - und was für eine.
Ohne Übertreibung darf man es als Meisterwerk bezeichnen!
Danke Jerome Reuter.
Mein Lied des Jahres
Agnes Obel / Riverside (Lulu Rouge Remix)
Hier geht’s zum Video
Das Original ist auch toll, wie auch das ganze Album „Philharmonics“.
Aber mit diesem Remix hat mich das Lied immer wieder aufs neue gefesselt.
Mein Musikvideo des Jahres
Woodkid / IRON
Am besten Fullscreen und in HD gucken!!!
Ich glaube zwar kaum das mich der Künstler auch weiterhin groß interessieren wird und ich kann schon garnix mit dem Videospiel anfangen, das mit diesem Lied beworben wurde... aber die Kombination Video+Musik machen dieses für mich unangefochten zum Spitzenreiter dieses Jahr.
Musikfilm des Jahres
Sigur Rós / INNI
Ein kleiner Ausschnitt:
Eigentlich ist das der beste Konzertfilm, den ich bisher überhaupt gesehen habe... mal sehen ob danach noch irgendwas kommt.
Meine Musikalische Entdeckung des Jahres
Hildur Guðnadóttir
Man höre und staune - z.B. „Unveiled“ aus dem 2009er Album „Without Sinking“
Unglaublich, was eine Frau allein mit einem Cello und etwas Technik anstellen kann.
Live-performance des Jahres
Pamela Falcon & Percival / Purple Rain
Hier geht’s zum Video
Das musste ja eines Tages passieren... ich verliebe mich in einen Live-Auftritt bei einer Casting-Show...
Aber The Voice of Germany ist bisher eine höchst löbliche Ausnahme unter dieserart Shows - und dieser Auftritt ist schlicht und ergreifend ein Meisterstück. Auch nach dem drölfhundersten Mal hören bekomm ich noch Gänsehaut!
Ich werde an einer Überdosis sterben!
Mi. 21. Dezember 2011 - Abgelegt in: Lebenswahnsinn
Nein, ich rede nicht von stimmulierenden Substanzen, die man sich in unpassender Menge verabreichen kann. Ich meine auch garnicht die mir, von Natur aus, höchst unangenehme Überdosis Mensch, die regelmäßig zuerst meinen Kreislauf und dann meinen Verstand an den Rande des Zusammenbruches bringt. Und ich bin der festen Überzeugung, dass auch das Überangebot an Informationen und Wissen, was ich mir täglich reinschraube keinen weiteren Schaden ausrichten kann...
Aber spätestens an dem heutigen Tage ist mir bewusst geworden, das ich in einem überschaubaren Zeitfenster an einer massiven Überdosis Kommunikation verrecken werde.
Lange hat es gedauert, mein Umfeld an meine komische Zeitzone zu gewöhnen. Meinen Hauptkommunikationsweg habe ich auch deshalb bereits sehr früh auf Email umgestellt, denn es war immer eine prima Sache, genau dann antworten zu können, wenn es mir in den Kram passt und nicht dauernd vom Telefon aus dem Zusammenhang gerissen zu werden. Doch die schiere Menge an Emails und sonstigen Nachrichten die heutzutage so auf einen einprasselt haben irgendwie dazu geführt, dass ich mittlerweile oft auf Mails schneller antworte als andere ans Telefon gehen. Gelingt das nicht bleiben nicht nur die ungeschriebenen Antworten im Kopf, nein spätestens ne halbe Stunde später klingelt dann auch das Telefon: Warum man nicht geantwortet hat - oder warum man so umfangreich geantwortet hat, da könne man jetzt aber nicht drauf wechseln - oder warum man das nicht bestätigt hat... achso, es ist schon längst erledigt... oder wasauchimmer.
Nein! Mein Vorwurf geht nicht gegen "die Anderen". Jeder versucht nur nach seiner Fasson, mit seinem persönlichen Overkill, fertig zu werden. Der Vorwurf geht an mich selbst: Denn ich sollte es besser wissen! Ich habe schon einmal, vor über einem Jahrzehnt, eine berufliche Laufbahn aufgegeben weil ich zu dabei zu viel telefonieren musste...
Substanzen kann man entsagen. Vor zu vielen Menschen schützen mich sehr effektiv die eigenen vier Wände. Statt ständig neue Informationen aufzusaugen kann ich mich auch prima mal mit bekanntem auseinandersetzen. Das Telefon kann ich abstellen oder missachten, ohne das es mir gleich übel genommen wird und einen Anrufbeantworter braucht heute kein Mensch mehr - denn es gibt ja die Mail. Ist ja auch 'ne tolle Sache so eine Mail. Ich kann selbst bestimmen, wann ich sie lese und wann ich darauf antworte. Und ich könnte mir Filterregeln basteln: Die Guten in Kröpfchen und die Schlechten auf den Stapel. Aber lesen und beantworten muss ich sie doch irgendwann.
Leider ist es einer Überdosis egal, ob sie über den Tag verteilt oder auf einen Schlag eingenommen wird.
Aber spätestens an dem heutigen Tage ist mir bewusst geworden, das ich in einem überschaubaren Zeitfenster an einer massiven Überdosis Kommunikation verrecken werde.
Lange hat es gedauert, mein Umfeld an meine komische Zeitzone zu gewöhnen. Meinen Hauptkommunikationsweg habe ich auch deshalb bereits sehr früh auf Email umgestellt, denn es war immer eine prima Sache, genau dann antworten zu können, wenn es mir in den Kram passt und nicht dauernd vom Telefon aus dem Zusammenhang gerissen zu werden. Doch die schiere Menge an Emails und sonstigen Nachrichten die heutzutage so auf einen einprasselt haben irgendwie dazu geführt, dass ich mittlerweile oft auf Mails schneller antworte als andere ans Telefon gehen. Gelingt das nicht bleiben nicht nur die ungeschriebenen Antworten im Kopf, nein spätestens ne halbe Stunde später klingelt dann auch das Telefon: Warum man nicht geantwortet hat - oder warum man so umfangreich geantwortet hat, da könne man jetzt aber nicht drauf wechseln - oder warum man das nicht bestätigt hat... achso, es ist schon längst erledigt... oder wasauchimmer.
Nein! Mein Vorwurf geht nicht gegen "die Anderen". Jeder versucht nur nach seiner Fasson, mit seinem persönlichen Overkill, fertig zu werden. Der Vorwurf geht an mich selbst: Denn ich sollte es besser wissen! Ich habe schon einmal, vor über einem Jahrzehnt, eine berufliche Laufbahn aufgegeben weil ich zu dabei zu viel telefonieren musste...
Substanzen kann man entsagen. Vor zu vielen Menschen schützen mich sehr effektiv die eigenen vier Wände. Statt ständig neue Informationen aufzusaugen kann ich mich auch prima mal mit bekanntem auseinandersetzen. Das Telefon kann ich abstellen oder missachten, ohne das es mir gleich übel genommen wird und einen Anrufbeantworter braucht heute kein Mensch mehr - denn es gibt ja die Mail. Ist ja auch 'ne tolle Sache so eine Mail. Ich kann selbst bestimmen, wann ich sie lese und wann ich darauf antworte. Und ich könnte mir Filterregeln basteln: Die Guten in Kröpfchen und die Schlechten auf den Stapel. Aber lesen und beantworten muss ich sie doch irgendwann.
Leider ist es einer Überdosis egal, ob sie über den Tag verteilt oder auf einen Schlag eingenommen wird.
Occupy your bed...

Dem Aufruf von der Neuen Dringlichkeit mein Bett zu besetzen musste ich einfach folgen...
Das obendrein mein erster versuch der Selbstfilmung :-)
Hier geht’s zum dazugehörigen Facebook-Event.
Mein Beitrag zur Vorweihnachtszeit...
Sa. 03. Dezember 2011 - Abgelegt in: Illustration

Darf ich vorstellen: Das ist Fronk.
Zum Glück taucht der hier nur zur Vorweihnachtszeit auf...
1955-2011
Do. 06. Oktober 2011 - Abgelegt in: Zeitgeschehen | Farewell
Die Nachricht ist noch keine 24 Stunden alt, die Medien sind voll von dem Thema das Tages. Die Einen sind noch erschüttert und die andern längst angepisst von dem ihnen unverständlichen Hype um eine Person: Steve Jobs.
Keine Sorge, hier kommt keine weitere Aufzählung von all den Dingen die er getan hat - ich Scheibe nur ein par Erinnerungen und Gedanken dazu auf, was mich seit heute Nacht umtrieb.
Das ist tatsächlich der erste Tod eines mir nicht persönlich bekannten Menschen, der mich spontan tief bewegt hat. Und dabei habe ich bis jetzt kaum einen Gedanken daran verschwendet, was das nun für die Zukunft der Firma mit dem angebissenen Apfel bedeutet. Es spielt auch eine untergeordnete Rolle, das es nun andere sein werden, die unser aller digitale Zukunft prägen werden. Was aber sehr wohl eine Rolle spielt das ich, wie viele andere Computernerds meines Jahrganges einen treuen und höchst inspirierenden Weggefährten verloren haben. Vielleicht auch einen Helden zu dem wir immer gerne aufgeschaut haben. Eine echte Persönlichkeit, aus einer Branche die noch vor zwanzig Jahren nur Freaks Einblick gewährte.
Meine erste echte Begegnung mit einem Computer war irgendwann 1981 oder 1982. Und es war ein Apple II. Auf ihm absolvierte ich die ersten Programmier-Gehversuche und es war die Initialzündung für ein Hobby und dafür das ich heute jederlei digitalen Krempel als selbstverständliches Werkzeug ansehe. Selbst in den frühen 80ern kam man als angehender Nerd nicht um die Person Steve Jobs herum - und irgendwann war man dann entweder Fan von ihm oder von seinem angeblichen Gegenspieler Bill Gates. Meine Position wahr schnell geklärt und hat sich über fast drei Jahrzehnte nie verändert. Ich habe gerade in der Pionierzeit des Homecomputers so ziemlich alle Systeme benutzt, besessen und wieder aufgegeben... denn ich brannte schon damals nur für die Marke mit dem regenbogenfarbenden, angebissenen Apfel. Bis er endlich zu meinem täglichen Arbeitsgerät wurde, verging aber noch ein Jahrzehnt - denn damals waren die Geräte einfach unerschwinglich für mich.
So ist der Tod einer solchen Person für mich eben auch eine Reise durch die eigene Vergangenheit. Durch 3/4 meines bisherigen Lebens und die Erinnerung daran das man immer auch ein Teil von all den revolutionären Veränderungen dieser Jahre war. Und das es eben genau diese eine Person war, von der man so viel lernte und die gemeinsam mit all den anderen innovativen Köpfen uns das Leben ein Stück leichter gemacht haben.
Doch all dies ändert nichts an der Tatsache, das ich in den Morgenstunden des heutigen Tages hier saß und einfach nur darüber nachdachte wie es ihm wohl in den letzten Stunden ergangen ist und wie es jetzt wohl seinen Lieben ergeht. Das passiert mir sonst nie bei eigentlich Fremden - doch irgendwie ist es beinahe so als habe ich einen Freund verloren.
Farewell.
Keine Sorge, hier kommt keine weitere Aufzählung von all den Dingen die er getan hat - ich Scheibe nur ein par Erinnerungen und Gedanken dazu auf, was mich seit heute Nacht umtrieb.
Das ist tatsächlich der erste Tod eines mir nicht persönlich bekannten Menschen, der mich spontan tief bewegt hat. Und dabei habe ich bis jetzt kaum einen Gedanken daran verschwendet, was das nun für die Zukunft der Firma mit dem angebissenen Apfel bedeutet. Es spielt auch eine untergeordnete Rolle, das es nun andere sein werden, die unser aller digitale Zukunft prägen werden. Was aber sehr wohl eine Rolle spielt das ich, wie viele andere Computernerds meines Jahrganges einen treuen und höchst inspirierenden Weggefährten verloren haben. Vielleicht auch einen Helden zu dem wir immer gerne aufgeschaut haben. Eine echte Persönlichkeit, aus einer Branche die noch vor zwanzig Jahren nur Freaks Einblick gewährte.
Meine erste echte Begegnung mit einem Computer war irgendwann 1981 oder 1982. Und es war ein Apple II. Auf ihm absolvierte ich die ersten Programmier-Gehversuche und es war die Initialzündung für ein Hobby und dafür das ich heute jederlei digitalen Krempel als selbstverständliches Werkzeug ansehe. Selbst in den frühen 80ern kam man als angehender Nerd nicht um die Person Steve Jobs herum - und irgendwann war man dann entweder Fan von ihm oder von seinem angeblichen Gegenspieler Bill Gates. Meine Position wahr schnell geklärt und hat sich über fast drei Jahrzehnte nie verändert. Ich habe gerade in der Pionierzeit des Homecomputers so ziemlich alle Systeme benutzt, besessen und wieder aufgegeben... denn ich brannte schon damals nur für die Marke mit dem regenbogenfarbenden, angebissenen Apfel. Bis er endlich zu meinem täglichen Arbeitsgerät wurde, verging aber noch ein Jahrzehnt - denn damals waren die Geräte einfach unerschwinglich für mich.
So ist der Tod einer solchen Person für mich eben auch eine Reise durch die eigene Vergangenheit. Durch 3/4 meines bisherigen Lebens und die Erinnerung daran das man immer auch ein Teil von all den revolutionären Veränderungen dieser Jahre war. Und das es eben genau diese eine Person war, von der man so viel lernte und die gemeinsam mit all den anderen innovativen Köpfen uns das Leben ein Stück leichter gemacht haben.
Doch all dies ändert nichts an der Tatsache, das ich in den Morgenstunden des heutigen Tages hier saß und einfach nur darüber nachdachte wie es ihm wohl in den letzten Stunden ergangen ist und wie es jetzt wohl seinen Lieben ergeht. Das passiert mir sonst nie bei eigentlich Fremden - doch irgendwie ist es beinahe so als habe ich einen Freund verloren.
Farewell.
Farewell.
Mi. 05. Oktober 2011 - Abgelegt in: Farewell

„Here’s to the crazy ones.
The misfits.
The rebels.
The troublemakers.
The round pegs in the square holes.
The ones who see things differently.
They’re not fond of rules.
And they have no respect for the status quo.
You can quote them, disagree with them, glorify or vilify them.
About the only thing you can’t do is ignore them.
Because they change things.
They push the human race forward.
And while some may see them as the crazy ones,
We see genius.
Because the people who are crazy enough to think
they can change the world,
Are the ones who do.“
Thank you for three decades of Inspiration.
Thank you for see things differently.
Farewell.
Picture: www.apple.com / www.apple.com/stevejobs
Words: TWBA / Apple
Unterwegs mit Freunden und der LC-A.

Irgendwie merkt man doch sehr, das ich in den letzten Jahren meistens mit den selben Menschen unterwegs war. Für den Betrachter vielleicht etwas eintönig - für mich nur der Beweis, das ich die richtigen Freunde habe!
Die ersten Polas sind online.

Irgendwie tue ich mich seit langem schwer damit zu entscheiden, welche Photos ich der Öffentlichkeit zum Fraß vorwerfe. Das ist auch ein Grund, warum es in den letzten Jahren so wenig von mir zu sehen gab. Der Andere noch viel entscheidendere ist leider, dass ich kaum dazu gekommen bin mal wieder aus Spaß die Kamera in die Hand zu nehmen. Doch genau das sind die Bilder, die ich hier zeigen möchte.
Fangen wir also mit meiner brennendsten Leidenschaft - dem Polaroid an. Ein wenig von dem, was ich schon gescannt auf meinem Rechner gefunden habe - deshalb im Augenblick auch einiges bereits gesehene. Ich muss mal wieder den Scanner warmlaufen lassen...
Nunu?
Sa. 01. Oktober 2011 - Abgelegt in: Website

Wieso verweist brandmeyer.info jetzt hierher - und wo ist denn der tumblr-blog geblieben? Selbiger ist in Zukunft unter brandmeyer.tumblr.com zu finden. Ob ich Ihn zu Gunsten dieser neuen Website ganz aufgebe, wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Bis dahin bastele ich erstmal an dieser Homepage.
Brandmeyer.de wurde derweil wieder seiner ursprünglichen Bestimmung zugeführt :-)
Photo: Karl-Hendrik Tittel
Respekt vor der Kreatur.
Do. 01. September 2011 - Abgelegt in: Lebenswahnsinn
Sozialen Netzwerke sind in schönes Spiegelbild für das widersprüchliche denken und Empfinden von so manch einem Zeitgenossen. Regelmäßig findet man Aufrufe und Appelle die jedes Tierschützer-Herz zum bluten bringen und nicht selten entwickeln sich dann mehr oder weniger konstruktive Diskussionen darüber, was man besser machen kann und wie Menschen nur so grausam und brutal zu Tieren sein können.
In eben so einer Regelmäßigkeit finden sich dann aber die Beiträge (überwiegend weiblicher) Aspiranten, dass sie wieder einmal Besuch von einer mindestens faustgroßen Spinne in Ihrem Domizil hatten. Diese Unterhaltungen enden dann meistens in mehr oder weniger brauchbaren Tips zur Beseitigung/Tötung dieser unerwünschten Mitbewohner.
Betrachtet man sich die Verfasser all dieser Kommentare dann genauer erkennt man früher oder später eine seltsame Schnittmenge: Sie wird angefüllt mit Menschen die sich auf der einen Seite vehement für den Schutz unschuldigen Lebens engagieren, vielleicht sogar auf den Verzehr von Fleisch verzichten - auf der anderen Seite aber nicht hadern, wenn sie sich von einem centstückgroßen Achtbeiner bedroht fühlen - diesen auch zu erschlagen oder aufzusaugen oder sonstwas.
Nun kann man lange darüber diskutieren, ob und in wie fern das Eine nichts mit dem Anderen zu tun hat. Über die Unterschiede von Säugetieren und Insekten sinnieren oder sich die Frage stellen, ob eine Milbe bereits so viel Persönlichkeit hat wie eine Vogelspinne. Doch für mich fängt der gebotene Respekt vor der Kreatur genau da an, wo Andere bereits bedenkenlos zuschlagen. Und ich werde vermutlich nicht aufhören mich darüber zu wundern, dass so viele Menschen selbst bei diesem Thema so gerne mit zweierlei Maß messen.
In eben so einer Regelmäßigkeit finden sich dann aber die Beiträge (überwiegend weiblicher) Aspiranten, dass sie wieder einmal Besuch von einer mindestens faustgroßen Spinne in Ihrem Domizil hatten. Diese Unterhaltungen enden dann meistens in mehr oder weniger brauchbaren Tips zur Beseitigung/Tötung dieser unerwünschten Mitbewohner.
Betrachtet man sich die Verfasser all dieser Kommentare dann genauer erkennt man früher oder später eine seltsame Schnittmenge: Sie wird angefüllt mit Menschen die sich auf der einen Seite vehement für den Schutz unschuldigen Lebens engagieren, vielleicht sogar auf den Verzehr von Fleisch verzichten - auf der anderen Seite aber nicht hadern, wenn sie sich von einem centstückgroßen Achtbeiner bedroht fühlen - diesen auch zu erschlagen oder aufzusaugen oder sonstwas.
Nun kann man lange darüber diskutieren, ob und in wie fern das Eine nichts mit dem Anderen zu tun hat. Über die Unterschiede von Säugetieren und Insekten sinnieren oder sich die Frage stellen, ob eine Milbe bereits so viel Persönlichkeit hat wie eine Vogelspinne. Doch für mich fängt der gebotene Respekt vor der Kreatur genau da an, wo Andere bereits bedenkenlos zuschlagen. Und ich werde vermutlich nicht aufhören mich darüber zu wundern, dass so viele Menschen selbst bei diesem Thema so gerne mit zweierlei Maß messen.
Steve Jobs sagte mal:
So. 07. August 2011 - Abgelegt in: Zitate
„Your time is limited, so don’t waste it living someone else’s life. Don’t be trapped by dogma - which is living with the results of other people’s thinking. Don’t let the noise of other’s opinions drown out your own inner voice. And most important, have the courage to follow your heart and intuition. They somehow already know what you truly want to become. Everything else is secondary.“
Ein Bad in Rasierklingen.
Mi. 27. Juli 2011 - Abgelegt in: Zitate
„Ich ziehe ein Bad in Rasierklingen dem in der Menge definitiv vor.“
Das hab ich 2007 mal geschrieben - und wird wohl nie an Aktualität verlieren.
Das hab ich 2007 mal geschrieben - und wird wohl nie an Aktualität verlieren.
Einundfünfzig Rosen.
Di. 19. Juli 2011 - Abgelegt in: Wunderbar

Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass für mich als Kind meine Eltern so etwas wie die ersten Superhelden in meinem Leben waren. Papa der klügste und stärkste Mann der Welt und Mamma die mit Abstand liebenswerteste Frau, die ich mir vorstellen konnte. Irgendwann wurde das langsam dadurch entzaubert, das Supermann fliegen konnte und all die herzzerreißenden Kinofilme berührten mich mehr, als die wundervollen Gesten die sich direkt vor meiner Nase abspielten.
Da war schon immer dieser ganz besonderen Tag im Juli in unserem Hause - und irgendwann bemerkte ich, das jedes Jahr zur selben Zeit eine Rose mehr in der Blumenvase stand, wenn ich Ma und Pa begrüßte. Gestern Morgen fiel mein Blick auf einen Strauß mit 50 wunderschönen Rosen. 50 Jahre verheiratet - das ist länger als ich auf diesem Planeten wandele und das ist eine Etappe in einem gemeinsamen Leben die ich wohl kaum noch erreichen werde. 50 Jahre gemeinsame Höhen und 50 Jahre die ein oder andere Untiefe, doch jedes Jahr wuchs der Strauß um eine Rose.
Als am gestrigen Abend die Feierlichkeiten begannen, erzählte mein Vater von den 50 Jahren und davon das 5 Jahre zuvor alles mit einer Rose begann, die er unter Anstrengungen aus einem Garten pflückte. Er überreichte meiner Mutter eine weitere Rose mit den Worten „Und diese erste Rose habe ich für Dich konserviert“. Er hatte ein wenig geschwindelt, denn es war natürlich nicht die Rose die er seiner Liebsten bereits 1956 überreichte. Es war ein Schatulle in Form einer roten Rose in der sich eine goldene Kette mit einem Medaillon verbarg. Eine schlichte Plakette auf der eine Rose zu erkennen ist, eine Rose geprägt auf nichts weiter als purem Gold. Diesem ganz besonderen und wertvollen Metall, das für uns alle zum Sinnbild dieses Jubiläums geworden ist. Doch dessen Glanz nicht ansatzweise das widerspiegeln kann, was so ein Tag für die bedeutet, die ihn feiern dürfen.
Ich freue mich von ganzem Herzen diese einundfünfzig Rosen bei meinen Eltern erlebt zu haben - und ich weiß jetzt das ich als kleiner Junge schon genau so klug war wie heute: Denn meine Eltern sind und bleiben meine ganz persönlichen Superhelden.
Brandmeyer